Persönliche Betrachtung 3

Der Weg des Bogens
Von Paulo Coelho zum Nachdenken und reflektieren. 

Der Pfeil ist die Absicht.
Er ist das, was die Kraft des Bogens mit dem Mittelpunkt der Zielscheibe verbindet.
Die Absicht muss kristallklar, geradlinig, gut ausgewogen sein.
Ist der Pfeil einmal losgeflogen, kommt er nicht mehr zurück.
Daher ist es besser, einen Schuss abzubrechen, wenn die Bewegungen vorher nicht präzise und korrekt waren, als dennoch zu schiessen, nur weil der Bogen bereits gespannt war und das Ziel wartete. 

Die Angst, das Ziel zu verfehlen, ist allein noch kein Grund, den Schuss abzubrechen.
Wenn die Bewegungen korrekt waren, löst sich der Pfeil von der Hand.
Auch wenn der Pfeil das Ziel nicht erreicht, wirst du deine Treffsicherheit das nächste Mal zu korrigieren wissen.
Wenn du nichts riskierst, wirst du nie wissen, was du beim nächsten Mal anders machen musst.
Jeder Pfeil lässt in deinem Herzen eine Erinnerung zurück – und die Summe dieser Erinnerungen wird dich jedes Mal besser schiessen lassen.

Diese Zeilen haben dich vielleicht, ohne dass du sie je gelesen hast, in deinem Innersten stets begleitet. Was Paulo Coelho damit ausdrücken will, ist wie das Naturell, mit dem du gross geworden, erzogen und geschult worden bist. Du hast gelernt Erfahrungen zu machen, dich auf Wagnisse einlassen, etwas unternehmen und anzupacken. Manchmal in jugendlichem Eifer, manchmal gelassener und in der Ruhe, wenn du älter und reifer geworden bist.

Dabei sind Pfeile deine zielorientierten Pläne, deine Projekte und Handlungen. Was du dir vornimmst, kannst du grössten teils auch umsetzten. Du hast gelernt Rückschläge zu verarbeiten (heute nennt man das analysieren). Diese wunden Punkte forderten auch heraus, um es besser zu machen. Also Risikobereitschaft, wie es Coelho auch nennt.

Ohne die unternehmerische Bereitschaft, etwas zu tun, bleibst du stehen. Die Summe der Erfahrungen ist dein Kapital. Sie sind in dir drinnen, weil du sie erfahren hast. Das ist Gesetz. Du handelst spontan richtig, wenn eine ähnliche Erfahrung auf dich zukommt. Den selben Fehler oder ein abwegiges Verhalten wirst du vermeiden wollen. Es wäre dumm, denselben Mist ein zweites Mal zu machen, wenn die Möglichkeit nicht vorhanden wäre, es anders zu machen.

Geh noch einmal zurück, wo du die Idee hattest, etwas zu machen. Da warst du mit Herz und Seele dabei. Du erlebtest ein herrliches Gefühl, das dich beflügelte. Das gibt Sicherheit, verleiht Mut und Kraft.

Damit will ich dich ermutigen, die gemachten Erfahrungen als eine wertvolle Kostbarkeit anzusehen. Es geht dabei nicht um das Vergleichen mit anderen (Mitbewerbern, Konkurrentinnen). Sie haben eine andere Laufbahn gemacht als du. Sie machen demnach ihre eigenen Erfahrungen im Leben. Darum keine Vergleiche.

Geh voran, spanne deinen Bogen, schau dir das Ziel an und lass den Pfeil (dein Projekt) dem Ziel entgegen fliegen.

Mit federleichten Grüssen
Simon Fontana
Coach & Supervisor BSO

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